Christian von der Recke nennt starke Jockeys

Christian von der Recke nennt starke Jockeys
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Wir haben unseren RaceBets Botschafter Christian von der Recke vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Er sollte für diesen Artikel Charts erstellen. Es ging um die seiner Meinung nach besten Jockeys der Gegenwart und der Vergangenheit, national wie international. Er kann die Sattelkünstler beurteilen, denn über 2000 Sieger sprechen eine deutliche Sprache. Christian von der Recke ist seit sehr langer Zeit im Sport und national wie international als guter Beobachter bekannt. Aber Hitlisten sind immer so eine Sache. Meinungen können sich ändern. Theoretisch hätte Christian von der Recke sich übrigens auch selbst nennen können, denn er ist erfolgreich über Hindernisse geritten. Es ist zwar schon eine Weile her und er kann keine großen Erfolge vorweisen, aber es gibt sicherlich Trainer, die sich aufgeführt hätten.

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Vergleiche sind schwierig

„Es gab immer wieder Jahrzehnt-Jockeys, die zu ihrer Zeit den Sport dominiert haben. Ob diese Reiter aber zum Beispiel in unserer Gegenwart den gleichen Status hätten, das kann man meiner Meinung nach nicht beurteilen. Ob Pat Eddery besser ist als Ryan Moore oder Fritz Drechsler besser als Andrasch Starke, wer will das ernsthaft sagen? Das ist wie beim Fußball: würde Franz Beckenbauer heute ebenfalls eine mit damals vergleichbare Karriere hinlegen? Das Spiel hat sich schließlich verändert.

Bei allen Sportarten sind Vergleiche schwierig. Bei den Schwimmern oder bei den Läufern ist das ein wenig anders. Die Zeiten eines Mark Spitz würden heutzutage nicht einmal mehr für einen Vorlauf bei einer WM oder bei Olympischen Spiele reichen. Bei Reitern ist es schwer zu sagen: der war damals dominierend und heute wäre er es nicht mehr. Vielleicht waren Lester Piggott oder Pat Eddery nur so gut, weil die anderen schwächer waren. Andersrum finde ich, dass sich Reiter gegenseitig fordern und in ihrer Ausstrahlung verbessern. Geht ein Reiter nach Hongkong, wo die Besten der Besten in den Sattel steigen, sind keine Fehler erlaubt und der Jockey wird besser. In Deutschland reite ich gegen ein paar – ich meine das nicht böse – junge Mädels oder Amateure, kann ich mir auch mal einen Fehler leisten. Die anderen machen mehr Fehler, das erhöht die Chancen auf Siege.

Die besten Reiter für die jeweilige Bahn buchen

Wie bereits im Blog Text zur Hitliste bei den weiblichen Reitern erwähnt: Hitlisten erstelle ich ungerne. Wie soll ich Menschen miteinander vergleichen? Ich orientiere mich seit einiger Zeit immer mehr an meinem englischen Kollegen Mark Johnston und engagiere Reiter und Reiterinnen für die Bahnen, so diese am erfolgreichsten sind. Das hat sich kürzlich bei Anna van den Troost in Waregem ausgezahlt. In Deutschland wird mir ein deutscher Jockey vermutlich mehr helfen als Ryan Moore. Wenn ich ein Pferd im Arc hätte, würde ich aber natürlich ihn gerne engagieren. Er gehört natürlich in so eine Hitliste.

1. AP McCoy eine logische Nummer 1

AP McCoy
AP McCoy

Am meisten beeindruckt hat mich in all den Jahren aber AP McCoy. Solch einen Reiter habe ich nie wieder erlebt. Ich kenne ihn auch privat ein bisschen, war mal bei ihm zum Essen eingeladen. Dieser Mann war „once in a lifetime“. Er war gewissenhaft, so auf den Sieg fokussiert, das war unnormal. Wenn ich in England einen Starter über die Sprünge hatte, wollte ich am liebsten ihn im Sattel und nicht ihn gegen mich haben. Ich erinnere mich, als ich mal mit seinem Agenten sprach, der einen Ritt wegen des Gewichts ablehnte. Er hatte vorher mit dem Pferd gewonnen. Ich wollte AP trotz des Mehrgewichts wieder buchen. Das haben wir dann schnell klar gemacht, auch wenn es erst einige Diskussionen gab. Und das Rennen haben wir gewonnen. Er konnte mich also nicht schlagen. Der Agent hat AP überredet, aber verstanden, weshalb ich freiwillig drei Kilo in Kauf nehme, haben beide im ersten Moment nicht. Bereits kurz vor dem Ziel hatte ich die Textmessage vom Agenten, der mir schrieb, dass er mich jetzt verstanden hat. Denn wenn ein junger Reiter geritten wäre und AP wäre außen vorbei gegangen, hätte ich mit tot gebissen…

Es konnte alles passieren, aber vom Champion aller Klassen konnte ich nicht geschlagen werden. AP McCoy hatte ein unglaubliches Verständnis für die Pferde. Er war zudem unfassbar professionell. So einen gibt es nicht wieder.

2. Viele Erfolge mit Peter Gehm

Peter Gehm
Peter Gehm

Nennen muss ich in einer solchen Liste ohne jeden Zweifel Peter Gehm. Zu seiner Zeit gab es einfach keinen besseren in Deutschland. Wobei er nicht nur hunderte von Hindernisrennen für mich gewann, auch in Flachrennen war er erfolgreich. Das wissen viele gar nicht. Ich glaube er hat um die 450 Rennen für mich gewonnen, wir haben über Jahre als Reiter für mich gearbeitet. Peter konnte international mithalten. Er war der erste deutsche Jockey, der ein englisches Hindernisrennen gewann, das war mit Eluna. AP McCoy war übrigens Zweiter. In seiner Zeit dominierte Peter den Hindernissport in Deutschland, es gab wie erwähnt keinen Besseren. Ob in Frankreich, England, Italien, Deutschland – er war gnadenlos, andere konnten ihm nicht das Wasser reichen. Er war begnadet.

3. Muss ebenfalls genannt werden: Klaus Hviid

Vor Peter Gehm arbeitete ich erfolgreich mit dem Dänen Klaus Hviid zusammen. Das war ein ganz großer Stilist. Er hat um die 100 Rennen für mich gewonnen. Auch ihn möchte ich in einer solchen Liste unbedingt nennen.

4. Zum Schluss ein aktueller Jockey: Andrasch Starke

Andrasch Starke
Andrasch Starke

Klar, wenn man heutzutage einen Andrasch Starke engagieren kann, ist das ein Vorteil. Wenn es passt und man ihn kriegen kann, ist das ohne Zweifel ein Vorteil. Also soll er diese Liste abschließen. “

Eine Art von Hitliste der Reiter in der Christian von der Recke also erstellt. Allerdings wollen wir an dieser Stelle noch einmal betonen, dass die Reihenfolge der Nennung nichts mit der Wertschätzung zu tun hat. Erkennen konnte man jedoch, dass AP McCoy, der leider nicht mehr aktiv ist, die allgemeine Nummer 1 des Trainers ist. Um das Thema fortzusetzen: Wir empfehlen einen Blick auf die Reiterinnen.

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