Mit Helmkamera: Dukes erste Geländerunden

Das Training zahlte sich aus: Nach 8 Wochen lief Duke mutig durch eine Reitpferde Eignungsprüfung mit Gelände. Die Einstiegsprüfungen sind noch nett gebaut.
Das Training zahlte sich aus: Nach 8 Wochen lief Duke mutig durch eine Reitpferde Eignungsprüfung mit Gelände. Die Einstiegsprüfungen sind noch nett gebaut.
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Der Reit- und Fahrverein Donauwörth-Mertingen ist sicherlich eine “A-Bahn” unter den bayrischen Vielseitigkeitsstrecken: Ein tolles, weitläufiges Gelände mit Galoppstrecken, die selbst Ex-Galoppern Freude machen, top gepflegte Hindernisse in allen Formen und Farben sowie ein kleiner Weiher, durch den man in allen Gangarten düsen kann. Oder über ganz unterschiedlich hohe Stufen ins oder aus dem Wasser springen. Dazu ein kleiner und ein großer Hügel mit Hindernissen und diverse Sprünge mit Hecken- oder Holz-Ring, durch die man hindurchspringen kann.

Duke hat schon im Rennstall Recke bewiesen, dass er mit Wasser und Schlamm gar kein Problem hat.

Duke ließ sich vom ersten Geländetraining (schwarze Fliegenohren*) so gar nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem fremden Pferd in einem fremden Hänger auf einen fremden Hof fahren? Kein Problem. Am Hänger angebunden warten, während die Berge an Ausrüstung ans Pferd gebracht werden (im Vergleich zu den 500 Gramm Sattelzeug eines Rennpferdes …)? Auch kein Ding. Nach diversen Schlammpfützen-Spiel-Videos von Rennstall Recke wusste ich schon, dass er mit Wasser so gar kein Problem hatte. Die Balance im tiefen Wasser war eine andere Baustelle … Das sogenannte Eulenloch war die erste Aufgabe, zu der ich ihn wirklich ermuntern musste: Fairerweise muss man sagen, dass es ein ziemlich kleines Loch für so ein großes Pferd war.

Beim zweiten Geländetraining (orange Fliegenohren) auf dem benachbarten Selmerhof Pliening im Münchner Osten hat Duke schon gar nichts mehr angeschaut: Und sprang offene oder überbaute Gräben mit derselben Selbstverständlichkeit, wie einen stinknormalen Baumstamm. Bei Stufen steht noch die Frage “Wann gehört welcher Fuß wohin?” im Vordergrund. Wenn wir langsam ankommen und der Lange nachdenken kann, springt er inzwischen sogar Reihen rauf und runter oder von höheren Stufen ins Wasser (wird bei Geländeprüfungen ab “Agl. 2” gefordert).

Dukes erstes Geländetraining in Mertingen (schwarze Fliegenohren) sowie das zweite (orange Fliegenohren) in München

Zum Glück habe ich mit Dr. Matthias Baumann einen blütteraffinen Buschtrainer gefunden, der uns mit viel Geduld und gutem Auge weiterhilft. Tierarzt. Olympiasieger der Vielseitigkeit. Blüter-Liebhaber. Und dann auch noch in der Nähe ansässig. Eine der Begegnungen in meinem Reiterleben, für die ich Tag für Tag dankbar bin …

Wie geht’s weiter? Wendigkeit und Geschicklichkeit sind Baustellen, die Duke uns mich sicherlich noch lange beschäftigen. Denn je anspruchsvoller die Vielseitigkeitsprüfungen sind, desto schneller und flinker sollte sich ein Buschpferd durch die gestellten Aufgaben kämpfen. Viel davon können wir während des Winters bei Mistwetter in der Halle mit Stangen und Cavalettis erarbeiten. Dazu gibt es im Reitsport einen feinen Trend, namens Indoor-Gelände (HIER Michael Jung mit Acatenango-Enkeling fischerRocana FST beim Indoor Derby der Stuttgart German Masters). Indoor ist natürlich nicht so schön wie im Sommer die Outdoor-Prüfungen, doch bringen die Mobilen Geländehindernisse ein bisschen Farbe in den öden Hallenalltag. Für Duke steht schon kommendes Wochenende das erste Indoor-Training auf der Agenda: In dem wir uns hoffentlich unter fachkundiger Anleitung an das Thema schmale Hindernisse machen dürfen. Und die können in der Vielseitigkeit ganz schön schmal werden …

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* Anmerkung Rennsportler: Fliegenohren sind in Reitsport ein ziemlicher Trend, mit dem sicherlich auch eine ganze Menge Umsatz gemacht wird. Offiziell soll der Stofffetzen die empfindlichen Pferdeohren vor Fliegen schützen. In geschätzt 90 Prozent der Anwendungsszenarien sind die Fliegenohren in edlen Stoffen und modischen Farben aber nur eine Vervollständigung des Reiter-und-Pferd-Outfits

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