Folge 11

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Der deutsche Galopprennsport hat einen neuen Markennamen: „Deutscher Galopp“ mit dem Zusatz „Vollblutzucht und Rennen e.V.“ wird er zukünftig heißen. Eine Entscheidung, die lange und durchaus widersprüchlich diskutiert wurde, dann aber auf der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit beschlossen wurde. Auch die Strukturen im Verband werden verschlankt, um Ämter wurde gerungen, Gebührenerhöhungen beschlossen. Denn die Situation im deutschen Galopprennsport ist schwierig: Es werden immer weniger Fohlen geboren, die Zahlen der Rennpferde, Züchter und Besitzer werden immer kleiner und der Wettumsatz ist dramatisch gesunken.

Wir sprechen ausführlich mit dem Marketing-Chef Jan Pommer und dem Besitzer Lars-Wilhelm Baumgarten, der erst seit August 2019 in einer führenden Position ist, aber schon deutliche Akzente setzen konnte.

Außerdem hört Ihr den Galoppertrainer Gerald Geisler aus Iffezheim zu seinem Coup mit Aerion in Cagnes-sur-Mer, der zum Kurs von 39:1 gewann. Die Besitzertrainerin Dr. Christine Paraknewitz-Kalla, deren Saga Altais das einzige deutsche Pferd ist, das in 2020 schon zweimal gewonnen hat, erzählt wie sie von der Vielseitigkeitsreiterei zum Rennsport gekommen ist und warum sie von Vollblutpferden fasziniert ist.

Christian Jungfleisch gibt wieder die Wett-Tipps für Dortmund und Catrin Nack sucht die Wett-Trüffel bei den Hindernisrennen in Cheltenham und Doncaster.

Ein Podcast von Frauke Delius

Zitate:

Lars-Wilhelm Baumgarten (Besitzer von Rennpferden, im Vorstand der Besitzervereinigung und beim Dachverband)

Bei der Mitgliederversammlung des Dachverbandes ist die neue Marke „Deutscher Galopp – Vollblutzucht und Rennen e.V.“ mehrheitlich beschlossen worden. Ich bin davon überzeugt, dass der neue Markenauftritt und die Strukturreform keine Wunder bringen wird und der Rennsport nicht Champus bestellen kann, aber ich bin für ein mutiges „Ja“ zu diesem Sport – es gibt überall viel zu tun.

Ich bin aktuell noch Vorstandsmitglied im Dachverband und habe damit sozusagen für meine eigene Ebenenauflösung gestimmt. Wie der neue Vorstand, der dann aus acht Köpfen – drei von der Besitzervereinigung, drei von den Rennvereinen, ein Sitz für den Trainer- und Jockey-Verband und den Präsidenten Dr. Michael Vesper – besteht, aussehen wird, weiß ich noch nicht. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich bereit bin dem deutschen Galopprennsport zu helfen. Ich dränge mich nicht auf, aber mehr ist auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht angesagt.

Wir haben in den letzten 20 Jahren 80 Prozent des Wettumsatzes verloren. Die Situation ist dramatisch und wenn wir in 2020 nicht eine Umkehr schaffen, dann müssen wir uns an den Gedanken gewöhnen dass wir den deutschen Galopprennsport nicht mehr auf dem jetzigen Niveau durchführen können.

Jan Pommer (Geschäftsführer für PR und Marketing im Galopper-Dachverband)

Wir wollen unseren neuen Markennamen und das neue Logo in der nächsten Woche auf dem Europaweit größten Sport-Business-Congress, dem Spobis, in Düsseldorf vorstellen. „Deutscher Galopp“ wird der neue Name sein, den haben wir uns sehr gut und lange überlegt und der hat am Ende, nach längeren Beratungen, dann auch einen positiven Anklang und eine große Zustimmung in der Mitgliederversammlung gefunden.

Gerald Geisler (Galoppertrainer aus Iffezheim)

Ich muss sagen, die Quote von fast 39:1 für den Sieg von Aerion in Cagnes-sur-Mer erschien mir schon sehr hoch, weil das Pferd hat ja schon im Laufe der Zeit gezeigt, das es ein bisschen war kann und hat sich durch einen 3. Platz angekündigt.

Die Stimmung ist bei uns am Stall momentan sehr gut. Wir haben in Cagnes-sur-Mer drei Starter gehabt, waren mit allen dreien im Geld. Haben ein Rennen, gewonnen, war zweimal Dritter

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