Christian von der Recke über Breeders’ Cup und Großer Preis von Bayern

Christian von der Recke Rennanalyse

Die RaceBets Podcast Schnitzeljagd

Unser RaceBets Botschafter Christian von der Recke schaut auch in dieser Woche auf einige interessante Rennen bzw. Rennveranstaltungen national wie international. Logisch war es, dass er etwas über den Melbourne Cup in Australien sagt, auch wenn dieses Rennen sich mit der Veröffentlichung dieses Artikels überschnitt. Weitere Themen sind der Breeders‘ Cup in den USA und der Große Preis von Bayern in München.

Über den Melbourne Cup

Melbourne Cup
Melbourne Cup, 03.11.2020, Flemington

„Egal ob dieser Text gelesen wird, bevor das Rennen gelaufen wird oder danach, der Melbourne Cup muss erwähnt werden. Das ist eine wirklich spezielle Prüfung. Man darf ja nicht vergessen, dass es sich um ein Handicap handelt, die Pferde tragen also unterschiedliche Gewichte. Da sitzt jemand in Australien und erstellt über diese Gewichte das Starterfeld. Ich freue mich, dass Ashrun mit seinem Sieg am Samstag es in dieses Feld geschafft hat. (Anmerkung der Redaktion: er wurde 10.) Kollege Andreas Wöhler hat viel auf sich genommen, nicht zuletzt mit seiner zweiwöchigen Quarantäne in einem Hotelzimmer. So ein deutscher Starter ist für so ein Rennen natürlich ein Punkt für die Anknüpfung. Ansonsten bin ich ja der Meinung, dass alles wesentlich spannender ist, wenn man eine eigene Wette setzt. Aber im Melbourne Cup den Sieger zu treffen, das ist nicht einfach. Und auch aus diesem Grund handelt es sich um ein besonderes Rennen. Es ist ja sogar angeblich so, dass die ganze australische Nation wie es heißt „stoppt“. Diese Faszination kennt man in Deutschland gar nicht.

Breeders‘ Cup: Spezielles Ereignis am Freitag und Samstag

Was ich bereits über Australien gesagt habe, kann ich auch über die USA sagen. Natürlich verfolge ich die Rennen des Breeders‘ Cup, aber ich weiß nicht wirklich, wie ich sie einschätzen soll. Da reisen ein paar Europäer rüber, aber die Leistungen, die diese zeigen, sind meist doch nicht ganz so, wie sie sein müssten. Es wurden in den vergangenen Jahren jedenfalls meiner Beobachtung nach viele Hoffnungen enttäuscht. Das liegt größtenteils an den allseits bekannten Themen Lasix und den Bahnen. Wird dieses Medikament verabreicht, weil alle es nehmen, weil es notwendig ist oder weil man es mal versuchen will? Wie sind die Auswirkungen? Und was die Rennbahn betrifft, da gibt es ja so einige, die man auf dem Bildschirm nicht gerade als toll bezeichnen würde. Bei uns werden Neuss und Dortmund kritisiert, und dann geht es dort auf vergleichbaren Kursen um Millionen von Dollar. Sogar die eine Bahn in Kalifornien, wo so viele Pferde tödlich verunglückt sind, war bereits Austragungsort des Breeders‘ Cup.

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Henk Grewe mit Donjah
Henk Grewe mit Donjah, Foto: TT

Das ist halt eine andere Welt da drüben. Wie gesagt: ich werde alles verfolgen und empfehle dies auch jedem Anhänger diese Sports. Man sollte auch die ein oder andere Wette setzen, damit es spannender ist. Aber grundsätzliche Empfehlungen zu geben, das ist schwierig. Wir Deutschen haben dank der von Henk Grewe trainierten Donjah natürlich gute Anknüpfungspunkte zumindest an den Breeder’s Cup Turf. Aber über die Gegner und ob sie die Bahn kann und die Reise gut überstanden hat, kann ich natürlich nichts sagen. Magical, Tarnawa und Mogul scheinen interessante Iren in diesem Rennen auf der Grasbahn zu sein. Und im Breeders‘ Cup Classic werden die US-Pferde Improbable und Tiz The Law laut RaceBets als die Favoriten gehandelt.

Am Sonntag: Der Große Preis von Bayern in München

Der Große Preis von Bayern schließt die Saison der Gruppe 1-Rennen in Europa ab. In den letzten Jahren handelte es sich trotz des späten Zeitpunkts im Jahr immer um eine gut besetzte Prüfung. Davon gehe ich auch jetzt wieder aus. Zu dem Zeitpunkt, an dem dieser Text entsteht, war das finale Starterfeld nicht sicher. Es sah aber nach einigen Gästen aus. Ich denke man wird starke Pferde am Start sehen und ein spannendes Rennen. In den letzten Jahren gewannen oft gute Pferde, die davor und danach die Formen bestätigt haben. Schade ist, dass die große Saison bei uns dann endet, zumindest auf diesem Level.

Walderbe
Walderbe

Einen konkreten Favoriten möchte ich nicht nennen, schließlich entsteht dieser Text deutlich vor der finalen Festlegung des Starterfeldes. Aber klar, Torquator Tasso von Marcel Weiß wird ein gängiger Tipp sein. Und Henk Grewe scheint ein Trio aufzubieten, wobei Andrasch Starke sich für Dicaprio entschieden hat. Vielleicht schlägt ja Walderbe von Ralf Rohne zu, der kürzlich in Mailand ein großes Rennen gewann. Ich erinnere mich noch, dass er in einem Ausgleich 2 in Hoppegarten ohne Möglichkeiten war. Möglicherweise muss er einfach nur in den Transporter und weit weg von zu Hause auf die Bahn gehen.“

Auch in der kommenden Woche wird unser RaceBets Botschafter Christian von der Recke wieder auf einige interessante Rennen schauen. Es wird zwar ruhiger im deutschen Galopprennsport, aber zum Glück kennt unser Trainer sich ja mit den englischen Hindernisrennen aus.

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