Folge 10

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Der Galopprennsport ist international. Zwei ansonsten in Deutschland tätige Jockeys gastieren derzeit in Japan, wir hören Filip Minarik zu seinen Eindrücken nach den ersten beiden Wochen, er freut sich auf jeden Fall auf die Ankunft von Andrasch Starke, der am Sonntag in Nakayama erwartet wird.
 Seit Anfang der Woche – und noch bis zum 22. Februar – läuft das Meeting in Cagnes-sur-mer auf dem Hippodrom de la Côte d’Azur. Mit dabei ist auch eine kopfstarke deutsche Delegation, denn es locken frühlingshafte Temperaturen und attraktive Rennen mit ebensolchen Preisgeldern. Der Rennstall Barsig aus Dresden ist mit acht Pferden vor Ort, mit Legacy gab es auch schon einen ersten Sieger. Wir sprechen mit Gert Barsig, der auch ein paar gute Tipps parat hat.

Im deutschen Galopprennsport sorgte der erst 16-jährige Leon Wolff für seinen 1. Sieg mit Ole Colonia im RaceBets Winter-Preis in Mülheim, jetzt denkt der Amateurreiter sogar über eine Ausbildung als Rennreiter nach. Dazu hören wir den Ex-Jockey Marc Timpelan, der als Besitzertrainer und Amateur wieder auf die Rennbahn zurückgekehrt ist.
 Dazu gibt es die Wett-Tipps von Christian Jungfleisch für Dortmund und Catrin Nack für National Hunt in England.

Ein Podcast von Frauke Delius

Filip Minarik (der Jockey ist für drei Monate in Japan)
 
Ich habe sonst immer mehr Sieger geritten, aber die lokalen Jockeys sind hier über November und Dezember durch die europäischen Spitzenjockeys regelrecht ausgeraubt worden, deshalb ist es jetzt schwieriger gute Ritte zu kriegen.
 
 Ich lebe gerade in Tokio, in einem Randbezirk, wo alle nur japanisch sprechen. Einmal in der Woche reite ich in der Arbeit, ansonsten muss man sich hier über die Woche selbst beschäftigen.
 
 Am Samstag und Sonntag reite ich in Nakayama. Die Ritte organisiert mein Manager, davon kriege ich nichts mit. Ich freue mich aber, denn Sonntag sehe ich Andrasch Starke, der dann auch da ist. Dann verbringen wir die Quarantäne gemeinsam.
 
Gert Barsig (Rennstall Barsig in Dresden)
 
 Ich bin mit 53 Jahren, auf Druck von Claudia, das erste Mal geflogen, weil ich Flugangst hatte. Seitdem sind wir auch immer beim Meeting in Cagnes-sur-mer. Ich ärgere mich nur, was ich vorher alles verpasst habe. Jetzt fliege ich für mein Leben gern.
 
Wir sind mit acht Pferden hier und bleiben bis zum Ende des Meetings am 22. Februar. Mit dem ersten Sieg von Legacy hat es ja schon gut angefangen, wir sind so gut aufgestellt wie noch nie und versprechen uns einiges.
 
 Für die Wetter kann ich zwei Pferde von uns geempfehelen, die man sich am Dienstag genauer anschauen sollte. (mehr dazu im Podcast ;))
 
 
 Leon Wolff (16-jähriger Amateurreiter)

Mein 1. Sieg mit Ole Colonia in Mülheim im RaceBets-Winter-Preis hat sich unglaublich angefühlt. Die ZIelgerade wurde dann doch sehr lang, aber es hat gereicht. Für die Trainerin Caroline Fuchs reite ich auch zweimal in der Woche nachmittags in der Arbeit mit, ich bin ja noch Schüler.

Meine Mutter hat mich von klein auf zum Reiten ‚gezwungen‘, heute bin ich ihr dafür sehr dankbar. Ich bin Dressur geritten und war danach beim Westernreiten. Da hat mir einer gesagt, ich solle es wegen meiner Größe und meines Gewichts mal mit dem Rennreiten probieren, jetzt überlege ich mir sogar, eine Ausbildung zum Jockey zu machen.

Marc Timpelan (ehem. Jockey, jetzt wieder Amateurreiter)
 
Nach meiner Karriere als Jockey habe ich eine kaufmännische Ausbildung gemacht, von irgendwas muss man ja leben. Aber vom Rennreiten kommt Du nicht los, das ist wie eine Sucht – nur dass es dagegen keine Therapie gibt.

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Folge 10
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