Galopper des Jahres Teil 2

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Habt ihr denn schon gewählt? Na, hoffentlich. Das ist doch Pflicht. In den letzten Jahren ist die Wahl zum Galopper des Jahres kleiner und kleiner geworden, aber früher war sie natürlich mal richtig groß, da war man nicht einmal im Fernsehen sicher. Wenn man sich an die glorreichen Zeiten erinnert, fällt irgendwann unweigerlich der Name Acatenango. Sieben Gruppe 1 Siege, dreimal Galopper des Jahres – wahrscheinlich der Prominenteste, den die Wahl jemals hervorgebracht hat – aber nicht der einzige dreifache Galopper des Jahres. Denn da gab es auch noch Orofino, den Zoppenbroicher Derbysieger, der die Leute drei Jahre hintereinander von sich überzeugte. Leider starb dieser sehr früh und konnte in der Zucht nicht die Akzente setzen, die man sich wünschte. 

Zweimal Galopper des Jahres – das gelang dann doch ein paar mehr Pferden. Vor allem natürlich in der jüngeren Vergangenheit. Iquitos zuletzt. Der wurde allerdings nicht hintereinander zum Galopper des Jahres gewählt, sondern 2016 und 2018. Danedream, die mit ihrem Sieg im Prix de l’Arc de Triomphe und ein Jahr drauf, in den King George VI And Queen Elizabeth Stakes für die jüngsten, internationalen Triumphe unserer kleinen, deutschen Zucht zuständig war. Dann muss man allerdings schon ins Jahr 1998 und 99 zurückgehen, um einen Doppelsieger zu finden: Tiger Hill. Lando, Mondrian, Windwurf, Lombard, Luciano und Mercurius komplettieren die Doppelsieger. 

Und manchmal ist es ja auch spannend, wer NICHT gewählt wurde. Denn was da manchmal für Pferde aufgestellt wurden – irgendwer musste der Verlierer sein, klar. Aber das sagt noch lange nichts über die Qualität der anderen aus. Shirocco zum Beispiel gewann 2005 gegen die Auenquellerin Gonbarda, die nun auch kein schlechtes Pferd war. Aber Shirocco eben auch der Breeders Cup Gewinner und damit völlig klar, dass er sich als Sieger durchsetzen wird. Das dritte Pferd in der Wahl war damals der Sprinter Lucky Strike. Aber welches deutsche Pferd gewann denn je den Breeders Cup? Die Leistung besiegelte die Wahl und aufgrund der Klasse der anderen Pferde wurde der Derbysieger von 2005 nicht einmal zur Wahl gestellt. 

2002 siegte einer, der nicht ein einziges Rennen in dem Jahr gewann, in dem er gewählt wurde. Und in Deutschland lief er auch nicht. Paolini aus dem Stall von Andreas Wöhler. Für seine vielen Reisen und starken Leistungen wählten ihn dennoch über 50% der Deutschen zum Galopper des Jahres.  Selten ist es knapp bei der Wahl. Fast immer kann der Sieger sich über 50% der Stimmen sichern, während die restlichen Prozente unter sich aufteilen. Salve Regina und Next Desert waren bei den Fans abgeschrieben, der Gewinnsummenchampion Paolini setzte neue Maßstäbe. 

Manchmal entscheidet sogar nur eine einzige, aber wahnsinnig imponierende Leistung. Die muss nicht mal ein Sieg sein, wie It’s Gino 2008 demonstrierte. Der Hengst lief in Deutschland gut und ehrlich, gab stets sein Bestes und ging dann in den Arc. Was er da sollte, fragte man sich schon. Aber It’s Gino bewies, dass er IMMER alles gibt. Und so gibt es diesen Moment, wo er plötzlich in Front zieht und erbittert mit zwei Jahrhundertpferden kämpft: Mit dem eisenharten Youmzain und der ungeschlagenen Zarkava. Er verliert diesen Kampf knapp, er wird Dritter im Arc und ist weit vor den anderen Deutschen (Kamsin und Schiaparelli, denen man viel bessere Leistungen zugetraut hat als ihm). Das Galopperpublikum fand jedoch, dass dieser Kampf eines immer alles gebenden Pferdes absolut für den Galopper des Jahres reichte und besiegte Kamsin und Lady Marian. 

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