Deutsches Derby-Meeting 2020

Deutsches Derby-Meeting 2020
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1. Das Derby – ein historisches Rennen Weiterlesen
2. Start zur Derbywoche am Freitag Weiterlesen
3. Großer Hansa Preis am Samstag Weiterlesen
4. Deutsches Derby: Wer gewinnt am Sonntag? Weiterlesen
4.1 Pferde für das Deutsche Derby Weiterlesen
4.1.1 Die Derby-Pferde in der Einzelvorstellung Weiterlesen

Alljährlich Anfang Juli wird unter dem Stichwort Deutsches Galopp Derby eines der wichtigsten Pferderennen der Saison in Deutschland entschieden. Deutsches Derby Hamburg wäre eine weitere passende Umschreibung für das, was am Sonntag, dem 12. Juli in der Hansestadt Hamburg stattfindet – zum 151. Mal. Auch Corona hält also nicht davon ab, dass das Blaue Band seinen Sieger 2020 finden wird. Mögen die Galopp Termine durcheinander geraten sein und das Derby in Hamburg etwas später stattfinden, als ursprünglich geplant: der beste Dreijährige seiner Generation über 2400 Meter wird an diesem Nachmittag gesucht und gefunden. Weitere große Rennen finden statt. Nicht nur an diesem Sonntag, sondern auch zuvor am Samstag und am Freitag.

Dass Derby In Hamburg wird ohne Zuschauer entschieden. Zwei Besitzer der Pferde sind zugelassen, hinzu kommen die Mitglieder des Hamburger Renn Clubs und die Presse. Es wird ein besonderes Galoppderby. Das steht außer Frage. Mit anderen Worten, unter dem Stichwort Deutsches Derby Hamburg 2020 wird Geschichte geschrieben.

Auch wenn Sie nicht vor Ort sein können, um den Derbysieger zu feiern, werden Sie von den Pferderennen in Hamburg natürlich nichts verpassen. 34 wird es geben, so war es jedenfalls im Vorfeld geplant. Schauen Sie einfach den Live Stream auf der RaceBets Website.

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1. Das Derby – ein historisches Rennen

Galopp in Hamburg
Die Pferde und Jockeys im Rennen in Hamburg

Zuschauer sind zwar erstmals in der Geschichte nicht vor Ort in Hamburg-Horn, aber der Spannung tut dies keinen Abbruch: Das IDEE 151. Deutsche Derby am Sonntag, 12. Juli 2020, in der Hansestadt ist wieder das große Ereignis im hiesigen Turf-Kalender und natürlich der Höhepunkt des drei Renntage umfassenden Derby-Meetings vom 10. bis 12. Juli. Wer triumphiert in dieser mit 650.000 Euro dotierten Gruppe I-Prüfung über 2.400 Meter für dreijährige Pferde, die man nur ein einziges Mal im Leben als Vollblüter gewinnen kann?

Daran hat sich in der langen Historie nichts geändert, auch nicht an der immensen Faszination, die vom sogenannten Blauen Band ausgeht. Weitere Voraussetzungen sind: Es muss ein „Vollblüter“ sein, also in einem der anerkannten internationalen Gestütbücher für diese reinblütige Rennpferdezucht registriert sein. Es muss ein Hengst oder Stute sein, aber kein Wallach. Und das Pferd muss eine „Nennung“ besitzen. Früher gab es Zeiten, in denen schon vor dem Trainingsbeginn über die Abgabe der Nennung für die jungen Pferde entschieden werden musste.

Seit 1869 wurde das Derby bis heute fast durchweg in Hamburg-Horn ausgetragen. Ausnahmen gab es nur am Ende der beiden Weltkriege, damals musste man, bedingt durch die äußeren Umstände, auf andere Bahnen ausweichen. Doch seit 1948 ist der Hamburger Renn-Club ununterbrochen Gastgeber für das Deutsche Derby, das als eines der traditionsreichsten und ältesten Sportereignisse der Hansestadt gilt.

Edward Smith-Stanley
Edward Smith-Stanley, Foto: TT

Benannt ist das Derby nach Edward Smith Stanley, dem 12. Earl of Derby, der von 1752 bis 1834 lebte. Der Adelsmann war es, der bei der Konzeption des wichtigsten Dreijährigenzuchtrennens Pate stehen durfte. Es sollte ein Klassiker für den englischen Turf geschaffen werden. Zwei Männer schienen damals prädestiniert zu sein, ihren Namen zu geben: Lord Derby und Sir Charles Bunbury. Wer sollte der Glückliche sein? Letztlich wurde eine Münze geworfen, und die entschied für Derby. Da das englische Rennsystem immer die Vorreiterrolle hatte, wurde es in aller Welt kopiert. Als Nebeneffekt verbreitete sich auch der Name des in England noch heute existierenden Adelsgeschlechts Derby.

Egal ob Staatsoberhäupter, Kaiser, Politiker oder Bürgermeister – sie alle waren schon live mit von der Partie, wenn sich die Boxen zum bedeutendsten Galopprennen öffneten. Die Begeisterung erfasst aber alle Publikumsschichten, über jede Altersgrenzen oder sozialen Schichten hinweg, damals wie heute. Es sind Momente für die Ewigkeit, bei denen man live dabei sein möchte.

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Vom Derby-Sieg träumt jeder Besitzer, Züchter, Trainer und Jockey eines Pferdes seit dem 11. Juli 1869, als erstmals das Derby in Deutschland ausgetragen wurde – vom 17 Jahre zuvor gegründeten Hamburger Renn-Club. Damals hieß es in der Presse: „Nie zuvor hat man eine solche Menschenmenge auf einer Pferderennbahn gesehen. Von der Tribüne bis zur letzten Ecke konnte buchstäblich kein Apfel auf die Erde herniederfallen. Hamburg hält einem Vergleich mit Epsom und Ascot stand, den Nobelbahnen im Mutterland der Galopprennen.“

Gerade einmal 1.975 Reichstaler gab es im ersten Derby-Jahr für den Sieger Investment, der Landrat und Gutsbesitzer Ulrich von Oertzen gehörte. Zum Vergleich: Am Sonntag winken insgesamt 650.000 Euro an Preisgeldern, allein 390.000 Euro gibt es für den Sieger.

Betrachtet man die Deutsches Derby Siegerliste, sieht man auf den ersten Blick Pferdenamen. Und auf den zweiten Blick erinnert man sich: Das Derby hat in der langen Zeit seines Bestehens unglaublich viele spannende Geschichten geliefert. Es fehlt der Platz an dieser Stelle, um sie alle aufzuführen. Wenn wir auf die vier letzten Jahre blicken, fällt auf, dass die jeweiligen Reiter alle zum ersten Mal erfolgreich waren. Diese kleine Serie begann im Jahr 2016 mit dem von Andreas Wöhler trainierten Isfahan und Dario Vargiu. Es folgte Windstoß aus dem Stall von Markus Klug. Im Sattel saß Maxim Pecheur. Adrie de Vries, seit mehr als einem Jahrzehnt einer der führenden Sattelkünstler im Land, triumphierte erstmals mit Weltstar im Jahr 2018 im Derby. Trainer war auch hier Markus Klug. Und im letzten Jahr gelang dies nach mehr als zwei Dekaden erstmals Eduardo Pedroza mit dem von Andreas Wöhler vorbereiteten Laccario.

Andrasch Starke gewann dieses Rennen bisher siebenmal. Er kann mit einem weiteren Erfolg zum erfolgreichsten Reiter Gerhard Streit aufschließen. Der erfolgreichste Trainer war mit neuen Erfolgen der im Jahr 1960 verstorbene George Arnull. Fünfmal als Trainer zur Siegerehrung durften Peter Schiergen, zuletzt 2015 mit Nutan, und Andreas Wöhler. Das Gestüt Schlenderhan triumphierte 18 Mal im Blauen Band, zuletzt im Jahr 2009. Und somit so häufig wie kein anderer Besitzer.

Buzzword mit Jockey Royston Ffrench
Buzzword mit Jockey Royston Ffrench, Foto: TT

Letztmals eine Stute erfolgreich war in diesem Rennen im Jahr 1997 – die unvergessene Borgia. Als einzige Ausländer der Neuzeit triumphierte im Jahr 2010 Buzzword. Derby Sieger Belenus gelang die beste Zeit über die 2.400 Meter in Hamburg, als er 1999 eine Zeit von 2.25.8 lief.

Es gab viele Favoritensiege, aber auch viele Überraschungen, gefühlt hat man in der Derby Geschichte schon alles erlebt. Das Wetter spielt dabei vor allem eine Rolle, Hitze, Land unter – alles beeinflusst die Derbykandidaten und so mancher kam zu spät ins Ziel, weil er den Bedingungen nicht gewachsen war. Und dann gab es da noch einige Kuriositäten, die nur Hamburg zu bieten hatte. Ein Verbot des Totalisators (weil man die Verkümmerung der Moral befürchtete) oder die Sülzeunruhen 1919, die die Aktiven zwangen, aus Sicherheitsgründen nach Berlin-Grunewald auszuweichen.

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2. Start zur Derbywoche am Freitag

Großer Preis von LOTTO Hamburg
Großer Preis von LOTTO Hamburg

Deutsches Derby unter der Überschrift Derby Rennsport, das steht de facto für deutlich mehr als eine Woche Galopprennsport in Hamburg-Horn. Aufgrund der Corona Pandemie und der sich aus ihr ergebenden Umstände wurde die eigentliche Derbywoche auf drei Tage gekürzt. Im Grunde handelt es sich um ein langes Wochenende mit viel interessantem Sport. Aber leider wie erwähnt ohne Zuschauer.

Für den Freitag sind zehn Rennen geplant mit dem Highlight Großer Preis von Lotto Hamburg. Bei dieser Prüfung der Gruppe 3 handelt es sich um einen Sprint über 1200 Meter. Hier könnte es ein Widersehen mit dem dreifachen Gruppesieger Namos geben. Es gibt weitere spannende Prüfungen, unter anderem ein Rennen für den jüngsten Jahrgang und einen Ausgleich 2.


3. Großer Hansa Preis am Samstag

Maxim Pecheur und Markus Klug mit Derbysieger Windstoß
Maxim Pecheur und Markus Klug mit Derbysieger Windstoß

Für den Samstag sind zwölf Rennen in Hamburg ausgeschrieben. Höhepunkt ist der Große Hansa Preis der Gruppe 2 über 2400 Meter. Häufig sieht man den aktuellen Derbysieger, er wird diesmal nicht an den Start bekommen. Doch der Derbysieger von 2017 Windstoß ist genannt. Und eventuell versuchen sich Dreijährige gegen die ältere Konkurrenz. Weitere Höhepunkte sind auch diesmal eine Prüfung für die Youngster, sowie ein Ausgleich 1.


4. Deutsches Derby: Wer gewinnt am Sonntag?

Laccario siegt unter Eduardo Pedroza im IDEE 150. Deutsches Derby
Laccario siegt unter Eduardo Pedroza im IDEE 150. Deutsches Derby

Am Sonntag heißt es dann Deutsches Derby. Immer beim Derby im Rennsport stellt sich die Frage: Wer wird gewinnen? Und es gibt viele unterschiedliche Meinungen. Siegt der Favorit Wonderful Moon? Schlägt ein anderer der Starter von Henk Grewe zu? Dicaprio vielleicht? Ein Spezialist für das wichtigste deutsche Galopprennen ist natürlich Andreas Wöhler, er hofft, den Vorjahressieg durch Russian Souffle zu wiederholen, wobei noch unsicher ist, ob die Stute wirklich startet. Der eine oder andere Außenseiter wird die Favoriten ärgern wollen.

An diesem dritten Tag in Hamburg sind zwölf Rennen ausgeschrieben. Neben dem Derby der Gruppe 1 gibt es zwei Prüfungen der Gruppe 3 für die Stuten. In der Hamburger Stutenmeile geht es über die Meile, wie der Name bereits gesagt. Und im Hamburger Stutenpreis liegt Distanz bei 2200 Meter und nur dreijährige Pferdedamen treten an. Abgerundet mit dieser tolle Tag durch drei Ausgleiche 2, durch einen Ausgleich 1 und durch zwei Auktionsrennen. Das bedeutet: viele gute Galopp Quoten sind zu erwarten. Beachten Sie die RaceBets Festkurse.

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4.1 Pferde für das Deutsche Derby

Der Derby-Sonntag (12. Juli) ist eingebettet in eine Riesenkarte mit zwei weiteren Gruppe-Rennen, die beide den Stuten vorbehalten sind. In der Hamburger Stutenmeile (Gruppe III, 27.500 Euro, 1.600 m) wird die Nachfolgerin von Axana gesucht. Im Hamburger Stutenpreis (Gruppe III, 27.500 Euro, 2.200 m) wird für den Henkel-Preis der Diana geprobt. Als sichere Starterin gilt die Park Wiedingerin Deia.

Doch zurück zum Derby: Am Sonntag wird nun der Nachfolger von Laccario gesucht, der 2019 für das Gestüt Ittlingen, Trainer Andreas Wöhler und Jockey Eduardo Pedroza siegte. Das Derby – am 12. Juli kommt ein neues spannendes Kapitel in Hamburg dazu, auf das sich alle Turffreunde freuen dürfen. Heißer Favorit ist Wonderful Moon (A. Starke), der seinem Jockey den achten Derbysieg bescheren könnte und seit vielen Monaten der RaceBets-Top-Kandidat auf den Sieg ist. Trainer Henk Grewe hat mit Dicaprio (C. Lecoeuvre) und Adrian (A. Crastus) zwei weitere Kandidaten aus der Favoritengruppe am Start, sowie den chancenreichen Außenseiter Only the Brave (R. Piechulek). Aber auch der Union-Zweite Grocer Jack sollte weit vorne landen. Aber schauen Sie selbst.


4.1.1 Die Derby-Pferde in der Einzelvorstellung

Der besseren Übersicht halber wollen wir Ihnen die bereits feststehenden und chancenreichsten Derby-Kandidaten in einer Einzelvorstellung präsentieren:

Wonderful Moon

Wonderful Moon siegt unter Andrasch Starke
Wonderful Moon siegt unter Andrasch Starke

Der klare Favorit, Gruppesieger im Ratibor-Rennen als Zweijähriger in Krefeld, imponierte bei seinem Spaziergang im Cologne Classic in Köln, auf 1,3:1 in der Union heruntergewettet, musste etwas mehr tun als erwartet. Rennverlauf war aufwändig, hat sicher noch mehr im Tank, an ihm müssen sich alle messen. Trainer Henk Grewe wartet auf den ersten Derbysieg. Jockey Andrasch Starke ist der Derby-Jockey überhaupt mit sieben Erfolgen.

Dicaprio

Dicaprio siegt unter Andrasch Starke
Dicaprio siegt unter Andrasch Starke

Zwei Starts, zwei Siege, das ist die makellose Bilanz dieses Hengstes, der ebenfalls aus dem Grewe-Stall kommt und das Münchener Derby-Trial wie ein großer Steher mit viel Speed gewann. Seine Grenzen hat man noch nicht gesehen, ein interessanter Herausforderer.

Grocer Jack

Grocer Jack siegt unter Marco Casamento
Grocer Jack siegt unter Marco Casamento

Stetig gesteigertes Pferd, das zweimal nur Wonderful Moon vor sich dulden musste. Zuletzt war der Rückstand aber nur eine dreiviertel Länge, dürfte die 200 Meter weitere Distanz als in der Union entgegenkommen, vielleicht der erste Derby-Sieger für Waldemar Hickst.

Adrian

Adrian siegt unter Andrasch Starke
Adrian siegt unter Andrasch Starke

Weiteres Grewe-Pferd mit Top-Chancen. Hatte beim Sieg im Trial in Düsseldorf keine Probleme, allerdings auch nur eine ernsthafte Gegnerin. Auch der Ehrenplatz im Badener Trial war gut, brandgefährlich.

Only the Brave

Only The Brave
Only The Brave

Viertes Grewe-Pferd, Dritter im Trial in Iffezheim beim erst zweiten Start, landete danach einen erwarteten Erfolg in Frankreich, durchaus für eine Überraschung möglich.

Frohsim

Interessanter Gast aus Frankreich, der aber in deutschem Besitz steht (Simon Springer). Listen-Platzierung war gut, sah dort lange wie der Sieger aus, nicht auszulassen.

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